Als forschendes Arzneimittelunternehmen stellt Lilly das verantwortungsvolle Entwickeln von Innovationen in den Mittelpunkt seines Denkens und Handelns. Im Kern geht es darum, geeignete Therapieoptionen für Erkrankungen zu erforschen und verfügbar zu machen. Denn bereits seit der Unternehmensgründung ist es unser Anspruch, den Alltag der Menschen positiv zu verändern. Dafür investieren wir langfristig in Innovationen und setzen dabei auf einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz, der neben ökologischen auch ökonomische, soziale und gesellschaftliche Faktoren berücksichtigt.
In der fast 150-jährigen Unternehmensgeschichte des amerikanischen Mutterkonzerns Eli Lilly and Company, haben wir immer wieder Pionierarbeit geleistet und dabei lebensverändernde Medikamente entwickelt und zugänglich gemacht: Beispielsweise Insulin, das Diabetes nicht mehr tödlich enden ließ, Penicillin, das die Zahl der Todesfälle durch Infektionen drastisch reduzierte, oder Fluoxetin, das die Behandlung von Depressionen revolutionierte und das Stigma psychischer Erkrankungen verringerte.
Heute arbeiten bei Lilly weltweit mehr als 41.000 Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen daran, das Leben von Menschen mit schweren Krankheiten zu verbessern. Unsere Wissenschaftler:innen forschen an wegweisenden Entdeckungen, die zum Beispiel die Diabetesbehandlung radikal verändern, das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen, die Immunologie weiterentwickeln und bisher schwer behandelbare Krebsarten von einer tödlichen zu einer kontrollierbaren Erkrankung machen können. Der Konzern investiert weltweit mehr als ein Viertel seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der „Forschergeist“ steht für mehr als für wissenschaftliche Erkenntnisse. Er steht auch für eine Unternehmenskultur, in der sich jeder Mitarbeitende täglich optimal entfalten kann und motiviert ist, das Beste zu geben.
Agilität auf Augenhöhe
Diese Kultur bedeutet auch, dass wir bestehende Prozesse und Strukturen hinterfragen und uns kontinuierlich weiterentwickeln. Im Jahr 2014 startete Lilly in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Transformationsreise, die bis heute andauert und immer wieder neue Impulse setzt. Unsere Innovationskultur wird durch das Motto „Agiles Arbeiten auf Augenhöhe“ gestärkt, das hierarchieunabhängige Zusammenarbeit fördert und alle Mitarbeitenden dazu ermutigt, sich aktiv einzubringen und mitzugestalten. Wir unterstützen die Arbeit in selbstorganisierten Teams (SOTs), in denen Mitarbeitende entsprechend ihren Stärken und Interessen zusammenarbeiten und sich gemeinsam unternehmensspezifischen Themen widmen. Durch diese agile Struktur können Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Kompetenzen zusammenkommen und Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und umfassend durchdringen.
Verantwortung für das Gemeinwohl
Aus einem SOT heraus entstand auch unser Engagement für die Gemeinwohlökonomie – ein wirtschaftlicher Ansatz, der uns von allen anderen Unternehmen der Branche unterscheidet. Wir werden immer häufiger von Externen darauf angesprochen, und sie hilft uns dabei, neue Geschäftspartner:innen und Kolleg:innen für uns zu begeistern.
Bei Lilly in Deutschland wollen wir über unser Kerngeschäft hinaus Verantwortung übernehmen und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft durch ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell stärken. Wir sind davon überzeugt: Partnerschaftliches Handeln und Gewinnorientierung schließen sich nicht aus. Deshalb orientieren wir uns in unserer täglichen Arbeit an den Inhalten und Zielen der Gemeinwohlökonomie.
Als erstes und bislang einziges Pharmaunternehmen haben wir 2019 erstmals den eigenen Status quo bilanziert und extern prüfen lassen: Dabei wollten wir ergründen, wie wir als Unternehmen über unsere Arzneimittel hinaus noch mehr zum Gemeinwohl beitragen können. In der Gemeinwohlbilanz werden anhand einer Matrix die vier Kategorien „Menschenwürde“, „Solidarität und Gerechtigkeit“, „ökologische Nachhaltigkeit“ sowie „Transparenz und Mitentscheidung“ jeweils in Bezug auf die fünf Stakeholdergruppen „Lieferanten“, „Eigentümer und Finanzpartner“, „Mitarbeitende“, „Kunden und Mitunternehmer“ und „gesellschaftliches Umfeld“ untersucht und bewertet.
In unserer ersten Gemeinwohlbilanz haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt, aber auch Verbesserungspotentiale aufgezeigt bekommen. Beim zweiten Audit 2021 konnten wir unser Ergebnis weiter verbessern. Um zu prüfen, ob und an welchen Stellen wir uns weiterentwickeln konnten, wurden die Bilanzierung sowie das externe Audit 2023 wiederholt. Wir sind stolz darauf, dass kürzlich unsere dritte Gemeinwohlbilanz ihr Testat erhalten hat. Sie hilft uns dabei, unser eigenes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gemeinwohl nicht aus den Augen zu verlieren und weiterzuentwickeln.
Nachhaltige Investitionen
Pharmazeutische Unternehmen investieren rund 13 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Damit gehört die Branche im Industrievergleich traditionell zu den Spitzenreitern. Bei Lilly liegt dieser Wert weltweit bei mehr als 25 Prozent, im Jahr 2023 entsprach das mehr als 6,4 Milliarden Euro. Investitionen in dieser Größenordnung funktionieren nur mit Vertrauen ins eigene Geschäftsmodell und die eigene Leistungsfähigkeit.
Nachhaltig investieren und handeln bedeutet aber auch, nicht aufzugeben, wenn sich der Erfolg nicht umgehend einstellt. Denn trotz unserer weltweit mehr als 9.800 Mitarbeitenden im Bereich Forschung und Entwicklung und der hohen Investitionen ist der Erfolg letztlich nie sicher: Von rund 10.000 Molekülen, die zu Beginn der Medikamentenentwicklung als Wirkstoff in Frage kommen könnten, schafft es in der Regel meist nur eine Substanz, nach etwa acht bis zwölf Jahren als Medikament amtlich zugelassen zu werden.
Ein gutes Beispiel für nachhaltiges Investieren ist unser Engagement in der Alzheimer-Forschung: Hier ist Lilly seit mehr als 35 Jahren aktiv, und nach zahlreichen Rückschlägen konnten wir nun erstmalig ein Medikament bei den zuständigen Behörden in den USA (FDA) und Europa (EMA) zur Zulassung einreichen. Wir gaben die Hoffnung nie auf, Patient:innen in der Zukunft eine geeignete Therapieoption zur Verfügung stellen zu können, die den Verlauf der Krankheit verlangsamen oder gar stoppen kann. Aus den Rückschlägen der vergangenen Jahrzehnte konnten wir wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft ziehen, das Verständnis für die Krankheit vertiefen und dieses Wissen in weiteren Forschungsansätzen nutzen.
Das Leben der Menschen zu verbessern heißt für uns aber weit mehr, als Medikamente zu entwickeln. Es bedeutet auch den Schutz und die Bewahrung unserer Erde. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Zu diesem Zweck haben wir eine Roadmap entwickelt, die uns hilft, unsere ehrgeizigen Ziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein ökologisches Handlungsprinzip, sondern ein ganzheitlicher Ansatz mit ökologischen, ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten, die das gesamte Unternehmen und die Beziehungen zu unseren externen Partnern durchdringen.
Investitionen am Standort Deutschland
Bei Lilly nehmen wir unsere globale Verantwortung sehr ernst. Den Zugang zu Arzneimitteln für Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern ist eine komplexe Herausforderung. Dafür unterstützt Lilly seit Jahren zahlreiche Programme. Und um Patient:innen zuverlässig mit innovativen Medikamenten versorgen zu können, investieren wir rund um den Globus in den Auf- und Ausbau unserer Produktionsanlagen. In den zurückliegenden drei Jahren hat Lilly mehr als 10 Milliarden Euro in Produktionsstätten weltweit investiert. Eine der größten Einzelinvestitionen der jüngeren Unternehmensgeschichte haben wir vor wenigen Monaten in Deutschland bekanntgegeben. Hier planen wir, 2,3 Milliarden Euro in den Bau einer HightechProduktionsanlage in Alzey (Rheinland-Pfalz) zu investieren. Der Standort soll 2027 in Betrieb genommen werden und unsere Produktionskapazitäten für injizierbare Medikamente und die dazugehörenden Injektionshilfen (Pens) erweitern. Dafür sorgen später bis zu 1.000 hochqualifizierte Fachkräfte wie Ingenieur:innen, Anlagenbediener:innen und Wissenschaftler:innen. Und auch darüber hinaus werden wir in den Ausbau unserer globalen Produktion investieren, um der erwarteten Nachfrage nach potentiellen neuen Medikamenten zur Behandlung von Diabetes und Adipositas, der Alzheimer-Krankheit, Krebs und Autoimmunerkrankungen gerecht zu werden.




