Die Kommission hat die erste Auktion im Rahmen der Europäischen Wasserstoffbank eingeleitet, um die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in Europa über den Innovationsfonds mit einem anfänglichen Betrag in Höhe von 800 Millionen Euro aus Einnahmen aus dem Emissionshandel zu unterstützen. Erzeuger können ein Angebot für eine Förderung in Form einer festen Prämie pro Kilogramm erzeugtem Wasserstoff einreichen.

Mit der Prämie soll die Lücke zwischen dem Preis der Erzeugung und dem Preis, den die Verbraucher derzeit zu zahlen bereit sind, auf einem Markt, auf dem nicht erneuerbarer Wasserstoff noch immer kostengünstiger erzeugt werden kann, geschlossen werden.  

Erneuerbarer Wasserstoff spielt eine entscheidende Rolle im künftigen Energiemix Europas, insbesondere bei der Dekarbonisierung der Schwerindustrie und einiger Verkehrssektoren, und wird fossile Brennstoffe ersetzen.

Durch die schnellere Einführung innovativer Wasserstofftechnologien wird die Pilotauktion zum Ziel des REPowerEU-Plans beitragen, bis 2030 in der EU 10 Millionen Tonnen Wasserstoff zu erzeugen.  

Im Rahmen der Pilotauktion können Erzeuger von erneuerbarem Wasserstoff im Sinne der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und ihrer delegierten Rechtsakte Angebote für eine EU-Förderung für eine bestimmte Menge an erzeugtem Wasserstoff abgeben.

Die ausgewählten Projekte erhalten den gewährten Zuschuss zusätzlich zu den Markterlösen, die sie aus dem Wasserstoffverkauf erzielen, und zwar für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Sobald die Finanzhilfevereinbarungen für die Projekte unterzeichnet wurden, müssen sie innerhalb von fünf Jahren mit der Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff beginnen.  

Die Europäische Wasserstoffbank soll die heimische Wasserstofferzeugung der EU und die Einfuhren von erneuerbarem Wasserstoff von internationalen Partnern unterstützen. Ziel ist es, private Investitionen in der EU und in Drittländern zu mobilisieren, indem die anfänglichen Investitionsherausforderungen und ‑erfordernisse angegangen, die Investitionslücke geschlossen und die Verbraucher an die künftige Versorgung mit erneuerbarem Wasserstoff angebunden werden.  

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