Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) hat mit „HyGuide 2030“ einen politischen Leitfaden veröffentlicht, der die Transformation Deutschlands zur führenden Wasserstoff-Marktwirtschaft bis zum Jahr 2030 skizziert. Er enthält 85 konkrete Maßnahmen.

Der HyGuide 2030 wurde in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Verbands entwickelt. Der Leitfaden betont die Notwendigkeit, schnellstmöglich zu handeln, damit Deutschland einen Leitmarkt für Wasserstofftechnologien etabliert. „Grüner Wasserstoff ist der Schlüssel, um unsere Energieversorgung zu defossilisieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten“, erläutert Werner Diwald, DWV-Vorstandsvorsitzender.

Der HyGuide2030 identifiziert sechs Leitlinien für den Hochlauf der grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft. Wasserstoff als Schlüsseltechnologie: Es braucht die verlässliche Gestaltung von Rahmenbedingungen und staatliche Investitionen in einen Hochlauf der nationalen und europäischen grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft, einschließlich des dafür nötigen Ausbaus erneuerbarer Energien und der notwendigen Infrastruktur.

Wasserstoff als Lösung für den Klimaschutz: Zur Erreichung der Klimaziele bis 2030 und 2045 ist der breite Einsatz von grünem Wasserstoff in allen Anwendungen unerlässlich und zwingend notwendig.

Wasserstoff als versorgungssicherer, grüner Energieträger: Es braucht in allen Sektoren konkrete Maßnahmen für den investitionssicheren Einsatz von grünem Wasserstoff. Nur so kann in Industrie, Chemie und Verkehr sowie im Strom- und Wärmesektor eine klimaneutrale, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung sowie Produktion gewährleistet werden.

Deutschland als Leitmarkt für Wasserstofftechnologien: Konsequent und ambitioniert muss Deutschland die heimische Erzeugung von grünem Wasserstoff, dessen Anwendung und damit die Implementierung sowie Skalierung von Wasserstofftechnik vorantreiben.

Wasserstoff als europäisches Projekt: Jetzt ist der Moment für die Gründung einer Europäischen Wasserstoff-Union, ganz nach dem Vorbild der MontanUnion. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist für Deutschland in der Mitte Europas von übergeordneter Bedeutung. Der erwartete grüne Wasserstoffbedarf kann aus Deutschland allein nicht vollständig gedeckt werden. Es braucht daher eine passgenaue Importstrategie, die Europa und insbesondere die Mitgliedsstaaten der EU stärkt. Dabei gilt es, nicht nur die Aspekte der Energieversorgung, sondern auch die industrie- und geopolitischen Aspekte zu berücksichtigen.

Wasserstoff als Commodity: Die Marktintegration des grünen Wasserstoffs muss in der Zusammenarbeit mit allen Marktakteuren vorangetrieben werden. Grüner Wasserstoff muss ein breit verfügbares und handelbares Gut werden.

„Mit einer ambitionierten und weitsichtigen Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen kann Deutschland eine führende Rolle im globalen Markt für Wasserstofftechnologien einnehmen“, so Dr. Oliver Weinmann, DWV-Präsident. Der HyGuide 2030 ist ein konkreter Fahrplan für politische Akteure und ein Signal an die Wirtschaft, dass die Zeit für Investitionen und Innovationen jetzt ist.

Der HyGuide 2030 steht hier zum Download zur Verfügung: www.dwv-info.de/hyguide

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