Das einzige Organ, das niemand braucht, ist ein Herz aus Eis! Seit 2010 unterstützt gkk dialog deshalb pro bono die „Kinderhilfe Organtransplantation – Sportler für Organspende e.V.“ (KiO). Der gemeinnützige und mildtätige Verein steht pro Jahr mehr als 100 Familien mit organkranken und transplantierten Kindern mit Rat und Tat sowie ganz konkret mit finanzieller Unterstützung zu Seite. Das tägliche Geschäft unseres Unternehmens ist dagegen der Dialog mit Menschen – sei es über Brief, Telefon, E-Mail oder Social Media. Wir kommunizieren im Auftrag unserer Kunden mit deren Kunden und Zielgruppen und können so Menschen für Produkte und Dienstleistungen begeistern. Für uns ist es daher Ehrensache, für KiO ein klassisches Spendenmailing mit großem Wiedererkennungswert zu entwickeln, das alljährlich in der Vorweihnachtszeit verschickt wird.
Ein Herz aus Eis
Für Furore sorgte einmal ein besonders aufmerksamkeitsstarkes Mailing an einen Kreis hochqualifizierter Adressen. Wir verschickten ein Paket, das wie eine Transportbox eines Organtransplantats aussah und darin enthalten war das „einzige Organ, das niemand braucht“ – ein Herz aus Eis. Die Message dahinter wurde den Empfängern spätestens klar, als das Eisherz in ihren Händen zu schmelzen begann: „Dank ihrer Warmherzigkeit wird die Kälte vertrieben und Familien organtransplantierter Kinder erhalten neue Hoffnung“. Dieses Mailing war nicht nur gemessen am Spendenaufkommen für KiO erfolgreich, sondern es bescherte unserer Agentur zwei der begehrten Trophäen beim Deutschen Dialogmarketing Preis (ddp): Silber in der Kategorie „Gemeinnützige, gesellschaftliche und kulturelle Organisationen“ sowie Bronze in der Kategorie „Auflage bis 100.000“.
Außerdem versendet KiO mit unserer Unterstützung jeden Sommer die „KiO-News“, ein Mailing im Look-and-Feel einer Zeitung, das über verschiedenste Projekte informiert. Gerne spenden auch wir als Firma immer wieder kleinere und größere Beiträge direkt, oftmals großzügig unterstützt durch unsere Mitarbeiter und Kunden, für die das ehrenamtliche Engagement für KiO mittlerweile ebenfalls zu einer Herzensangelegenheit geworden ist. Wir sind ein bisschen stolz darauf, für die betroffenen Familien organkranker oder transplantierter Kinder im Laufe der vergangenen 13 Jahre rund 300.000 Euro an Spenden generiert zu haben. Darüber hinaus unterstützen wir an unserem Bremer Standort die Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Petri & Eichen im Stadtteil Huchting mit Geschenkaktionen, richten Weihnachtsfeiern aus und organisieren Ausflüge. Gerade erst zu Weihnachten wurde von den Bremer Kollegen ein Scheck über 3.000 Euro an Petri & Eichen überreicht.
Der ehrbare Kaufmann
Natürlich stellt sich auch für uns mehr denn je die Frage, worin sich unsere soziale Verantwortung konkretisiert und wie wir dieser als Agentur nachkommen können. Hilfreich ist dafür ein kurzer Blick zurück: gkk dialog wurde 1996 von meinem Vater Robert Gräßler zusammen mit Harald Kling und Wolfgang Krug, alle drei Vollblut-Unternehmer vom alten Schlag, gegründet. Damals zählten in der Geschäftswelt, im Umgang mit Kunden und Lieferanten Werte, die in der Tradition des „ehrbaren Kaufmanns“ standen. Ein ehrbarer Kaufmann zeichnet sich dadurch aus, dass Tugenden wie Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Integrität die Basis für das eigene Handeln darstellen. Erfreulicherweise hat das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns in jüngster Zeit in der Praxis wieder stark an Popularität gewonnen und steht in enger Beziehung zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.
Schlagworte wie Unternehmensverantwortung, Corporate Social Responsibility (CSR), Corporate Citizenship oder Stakeholdermanagement haben den Begriff des ehrbaren Kaufmanns in die Moderne übersetzt und sind in das Europäische Unionsrecht und das nationale Recht aufgenommen worden. In der öffentlichen Wahrnehmung wird CSR hauptsächlich mit dem freiwilligen gesellschaftlichen Engagement eines Unternehmens verbunden. Während der ehrbare Kaufmann aus einer persönlichen Haltung resultiert, steht der Begriff CSR vor allem für die gesamtheitliche Haltung eines Unternehmens. Vielfach wird Unternehmensverantwortung also damit assoziiert, dass Unternehmen sich in sichtbarer Weise über das Kerngeschäft hinaus für gute Dinge einsetzen. Gemäß dieser Sichtweise drückt sich Unternehmensverantwortung darin aus, dass Unternehmen Geld- und Sachzuwendungen für soziale Zwecke bereitstellen, Mitarbeiter für gemeinnützige Arbeiten freistellen und andere Wohltaten vollbringen.
Soziale Verantwortung manifestiert sich nicht nur in unserem ehrenamtlichen Engagement, sondern bedeutet vor allem auch, unser wertvollstes Gut in den Mittelpunkt all unserer Anstrengungen zu rücken: unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen! Diese Menschen sind unsere Geschäftsgrundlage, eine erfolgreiche Employee Journey ist das Wichtigste überhaupt. Was heißt das konkret? Jeder Mitarbeiter hat im Laufe seiner Karriere verschiedene Berührungspunkte (Touchpoints) mit unserer Agentur. Beispielsweise der erste Arbeitstag oder das erste Personalgespräch mit dem Vorgesetzten. Jeder dieser Touchpoints beeinflusst, wie der Kollege uns und unsere Einstellung, Ideologie und Mentalität wahrnimmt und verinnerlicht. Diese persönlichen Erfahrungen geben die Beschäftigten dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nach außen weiter. Unser Image hängt somit direkt davon ab, wie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen uns wahrnehmen.
Employee Experience
Folglich haben wir ein ganzes Programm für die Employee Experience ins Leben gerufen, an erster Stelle ist ein Employee Assistance Program (EAP) zu nennen. Das EAP ist ein unabhängiges und ganzheitliches Unterstützungsprogramm für Unternehmen und ihre Beschäftigten. Es zielt darauf ab, Gesundheit, Gleichgewicht und Leistungsfähigkeit der Belegschaft zu fördern und die Stabilität der Menschen in der Organisation auch in kritischen Situationen zu gewährleisten. Das EAP steht jederzeit und jeder Person zur Verfügung. Neuerdings bieten wir zur Entlastung der Beschäftigten ein neues Angebot an, das „Urlaube verschenken“ heißt. Das Programm wurde von Mitarbeitenden gewünscht und entwickelt und von der Agentur umgesetzt. In Frankreich existiert bereits seit Jahren eine gesetzliche Regelung, die es ermöglicht, auf Urlaubstage zu verzichten und sie an Kollegen weiterzugeben, die plötzlich über längere Zeit einen Angehörigen pflegen oder Kinder betreuen müssen. Arbeitnehmer sollen also mittels betrieblicher Solidarität Kollegen mit Zeitspenden unterstützen können. In Deutschland haben wir so etwas – abgesehen von den Möglichkeiten, die das Pflegezeitgesetz bietet – nicht.
Soziale Verantwortung bedeutet in unserer Agentur auch, die Talente unserer Mitarbeiter zu entdecken und zu fördern. Lebenslanges Lernen ist für uns gelebte Praxis. Dazu setzen wir auf ein modernes Konzept des Blended Learnings in der eigens geschaffenen gkkAcademy. Damit unterstützen wir bewusst, dass sich jeder zu allen Themen und Lebenslagen weiterbilden kann, nicht nur in dem, was er unmittelbar für seinen Job braucht. Seinen jeweiligen persönlichen Horizont erweitern zu können gehört für uns zu einer gelungenen Employee Journey dazu.
Unser Unternehmen ist mittlerweile über ein Vierteljahrhundert am Markt, und mit unseren rund 950 Mitarbeitern bieten wir an vier Standorten in Deutschland individuelle Dialogmarketing-Lösungen für unsere Kunden. Seit ein paar Jahren gehört die Agentur zum WPP-Konzern und engagiert sich dadurch auch global auf vielfältige Weise in der Gesellschaft. Erst kürzlich hat sich WPP selbst verpflichtet, 30 Millionen Dollar gegen strukturellen Rassismus und zur Finanzierung interner Eingliederungsprogramme bereitzustellen – auch um die Entwicklung unterrepräsentierter Gruppen zu unterstützen.
Uns und vielen Unternehmen ist heute eines gemein: Wir alle versuchen, unternehmerisches Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig neu auszurichten, bekennen uns zum Umweltschutz, fördern Bildung und Kultur oder engagieren uns für mitarbeiterorientierte, familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Gerade hier liegt aber auch die Bewährungsprobe für den alten Wahlspruch „Tue Gutes und rede darüber“. Freiwilliges Engagement vor allem im sozialen Bereich gepaart mit dem Gang an die Öffentlichkeit muss immer mit einem hohen Maß an Ernsthaftigkeit und Professionalität verfolgt werden – ganz im Sinne der Tradition des ehrbaren Kaufmanns.




