Allerdings haben 71 der Unternehmen nur eine einzige Frau im Vorstand und mit 17,4 Prozent ist der Frauenanteil in den Vorständen weiterhin sehr gering. Zu diesem Ergebnis kommt der Allbright Bericht „Einsam an der Spitze“.
Gab es im vergangenen Jahr noch 7 DAX-Unternehmen mit rein männlichem Vorstand, sind es nun nur noch Adidas und die Porsche Holding (Vonovia hat nach dem Stichtag für diesen Bericht eine Frau in den Vorstand geholt). Erstmals haben 5 DAX40-Unternehmen je 3 Frauen im Vorstand, die Allianz ab Anfang 2024 sogar 4.
In den Aufsichtsräten der 160 in DAX, MDAX und SDAX notierten Unternehmen gibt es einen leichten Zuwachs beim Frauenanteil, der nun bei 36,1 Prozent liegt. Die Aufsichtsräte der 40 DAX-Unternehmen nähern sich mit einem Frauenanteil von 39 Prozent einem ausgewogenen Verhältnis von Männern und Frauen.
Die höchsten Machtpositionen in den Unternehmen – der Vorstands- und der Aufsichtsratsvorsitz – werden auch im Jahr 2023 fast ausschließlich mit Männern besetzt, es gibt dort nun noch weniger Frauen als im Vorjahr.Die Anzahl der weiblichen Vorstandsvorsitzenden ist von 9 auf 7 zurückgegangen. Auch bei den Aufsichtsratsvorsitzenden sind mit insgesamt 6 Frauen zwei Frauen weniger zu verzeichnen als im Vorjahr. So ist die aktuelle Verteilung der Machtpositionen in den Unternehmen bis auf weiteres durch ein sehr starkes Ungleichgewicht geprägt.
Vergleicht man den Frauenanteil in den Vorständen der führenden 40 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweden und den USA, landet Deutschland seit zwei Jahren unverändert auf dem vorletzten Platz.
Während es auf den vorderen Plätzen des Rankings Bewegung gibt und Frankreich sich in diesem Jahr erstmals vor Schweden positioniert, reicht der Zuwachs beim Frauenanteil in den deutschen Unternehmen nicht aus, um Anschluss zu finden oder gar andere Länder zu überholen.




