Best Practice: Eine nachhaltige Partnerschaft zur Freude der Mitarbeitenden

Nachhaltigkeit – es gibt wohl kaum einen Begriff, der in den vergangenen Jahren häufiger durch Büros und Meetings waberte als dieser. Unternehmen wollen sich nachhaltig aufstellen, nachhaltige Dinge tun und nachhaltig wirtschaften. Dem ist erst einmal nichts zu entgegnen. Schließlich ist es im Sinne aller, verantwortungsbewusst und mit Hoffnung auf eine gute Zukunft zu agieren. Doch in der Realität schaffen es nur wenige Unternehmen, nachhaltig aktiv zu werden und echten Impact zu generieren. Damit das funktioniert, müssen alle an einem Strang ziehen. Doch je mehr Menschen für das Unternehmen arbeiten, desto größer ist diese Herausforderung. Die gesamte Belegschaft emotional zu erreichen und für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern – ein Nachhaltigkeitspartner kann dabei helfen. Das Beispiel von Vitesco Technologies und Treedom zeigt, wie eine Partnerschaft in Sachen Nachhaltigkeit gelingen kann.

Für Vitesco Technologies mit seinen rund 50 Standorten weltweit und Hauptsitz in Regensburg ist Nachhaltigkeit nicht nur ein nettes Accessoire. Nachhaltigkeit ist Herzensthema, ja sogar Kern der Unternehmensstrategie. Als Pionier im Bereich der Elektromobilität stellt der Automobilzulieferer innovative Lösungen und elektrifizierte Antriebstechnologien bereit – der Mission „Powering Clean Mobility“ folgend. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Automobilindustrie leistet einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Erwärmung des Erdklimas. Als „Driver of Sustainability“ strebt Vitesco Technologies danach, die Umweltauswirkungen der Automobilbranche zu verringern und die emissionsfreie Mobilität weltweit zu fördern. All das mit dem Ziel vor Augen, bis spätestens 2040 über die komplette Wertschöpfungskette hinweg zu 100 Prozent klimaneutral zu sein.

Hehres Ziel, weiter Weg

Um den Gedanken der Nachhaltigkeit auch in den Köpfen und Herzen der Mitarbeitenden wachsen zu lassen, hat man sich bei Vitesco Technologies etwas Besonderes einfallen lassen. Anlass dafür war der Börsengang im September 2021: Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnte das Unternehmen diesen nicht so feiern, wie es in „normalen“ Zeiten vielleicht üblich gewesen wäre. Daher wurde überlegt, wie sich das Unternehmen auf andere Weise – sowohl persönlich als auch nachhaltig – bei seinen Mitarbeitenden weltweit für deren außergewöhnliches Engagement bedanken kann. Die Kriterien waren klar: ein holistischer Ansatz, der echten Impact generiert und für Mensch und Umwelt langfristig Mehrwert liefert – aber auch jedem Einzelnen Freude macht und den Meilenstein des Börsengangs angemessen zelebriert.

Die Entscheidung fiel auf Treedom, ein Social-Business- und B-Corp-Unternehmen, das mit einem sozial-ökologischen Ansatz Bäume im globalen Süden pflanzt und diese digital erlebbar macht. Die Idee einer Baumpatenschaft für alle Mitarbeitenden hat die Unternehmensführung von Anfang an fasziniert. Indem man sich seinen Baum selbst aussuchen und ihm sozusagen beim Wachsen zusehen kann, ist das zum einen eine sehr individuelle Sache. Gleichzeitig signalisieren die 40.000 Bäume: Wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, kann das viel bewirken.

Impact zum Anfassen

Aber wie funktioniert der Ansatz von Treedom überhaupt? 2010 gegründet, pflanzt das italienische Unternehmen in 17 Ländern Bäume. Als weltweit erste digitale Plattform bietet Treedom die Möglichkeit, Bäume online auszuwählen, diese mit wenigen Klicks zu kaufen und somit aus der Ferne Bäume wachsen zu lassen. Der ökologische Impact: CO2– Speicherung, Steigerung der Biodiversität, Reduktion von Wüstenbildung und Erosion. Treedom arbeitet in den Projektländern mit lokalen Partnern zusammen und übergibt die Baumsetzlinge an Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, welche die Bäume auf ihrem eigenen Land pflanzen. So werden zusätzliche Einkommens- und Nahrungsquellen für die lokalen Landwirtinnen und Landwirte geschaffen und damit zugleich deren Communities wirtschaftlich gestärkt.

Neben diesem sozialen und ökologischen Impact liegt der Clou bei Treedom für Unternehmenspartner vor allem in der Geschenkfunktion sowie der maximalen Nachverfolgbarkeit der Baumpflanz-Projekte. Denn gemeinsam mit dem Baumgeschenk erhält jeder Baumpate und jede Baumpatin ein Onlineprofil des eigenen Baumes, auf dem unter anderem die durch Geotagging ermittelten metergenauen Standortdaten und ein Foto des Baums zu sehen sind. Darüber hinaus teilt Treedom regelmäßige Updates im sogenannten TreeDiary mit, dem individuellen Tagebuch eines jeden Baums. Mit diesem erhalten die Nutzerinnen und Nutzer Informationen zu Spezies, Land und Projekt – das Pflanzen eines Baums wird so zur interaktiven Erfahrung, transparent und wirkungsvoll.

Bäume pflanzen, Welt retten?

Einen Baum pflanzen, und schon ist alles besser? Eine einfache Rechnung, die weder der Vision von Treedom gerecht wird noch das Anliegen von Vitesco Technologies löst. Natürlich zählt jeder einzelne Baum. Doch vor allem die Art und Weise des Pflanzens ist ausschlaggebend. Einfach nur Aufforsten, riesige Plantagen mit immer gleichen Gewächsen anlegen und keine Rücksicht auf die Bedingungen vor Ort nehmen – so richtet man mehr Schaden an, als Gutes zu tun. Treedom pflanzt Bäume in sogenannten Agroforstsystemen. Es wird Wert darauf gelegt, Artenvielfalt vor Ort zu gewährleisten und funktionierende, natürliche Ökosysteme entstehen zu lassen. Während Mangroven Küsten schützen oder ein Niembaum Bodenerosion verhindert, liefert ein Mango- oder Avocadobaum Nahrungsmittel oder Früchte zum Verkauf. Deswegen gilt für Treedom: den richtigen Baum am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt und für den richtigen Zweck pflanzen. Nur so kann Impact für Umwelt, Menschen und unseren Planeten geschaffen werden. Dieser Ansatz hat auch Vitesco Technologies überzeugt.

Mit überwältigend positivem Feedback haben die Mitarbeitenden ihre Baumpatenschaften angenommen und begleiten ihre Bäume seit mittlerweile mehr als einem Jahr. Doch damit nicht genug: Weitere 10.000 Bäume werden im Namen von Vitesco Technologies gepflanzt. Diese Bäume dienen nicht nur dazu, das einjährige Börsenjubiläum des Unternehmens zu feiern, sondern werden zudem als kleine Geste der Aufmerksamkeit an Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner oder Kandidaten und Kandidatinnen auf Jobmessen verschenkt. Besonders junge Leute, also die durchaus anspruchsvolle Generation Z, zeigen sich interessiert.

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